Posted on 17th März, 2012 | No Comment
Die Armut in Deutschland wächst. Betroffen sind Arbeitslose, aber auch für Erwerbstätige steigt das Armutsrisiko. Die Journalistin Adelheid Wedel zeigt in ihrem neuen Buch, was dies für den Einzelnen bedeutet theoretisch und ganz konkret. Sie führte Interviews mit Menschen, die in unterschiedlicher Weise betroffen sind:

Neben der 1-Euro-Jobberin kommt eine freischaffende Künstlerin zu Wort, eine alleinerziehende Mutter kennt andere Facetten von Armut als ein Student, der es schwer hat, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dem Eintritt ins Rentenalters folgen häufig finanzielle Sorgen. Mut machen jene Betroffene, die aufzeigen, wie es trotz prekärer finanzieller Verhältnisse gelingen kann, Zuversicht und Perspektive zu wahren, und damit sozialer Ausgrenzung und Resignation zu entgehen. Gleichzeitig werden jedoch auch die Grenzen im Kampf gegen Armut als Schatten, der sich schlimmstenfalls auf alle Lebensbereiche legt deutlich. Das Besondere am Buch: es findet ein Perspektivenwechsel statt.
Ein Kulturwissenschaftler, eine Lehrerin, eine Psychologin, ein Rechtsanwalt, ein Künstler und ein Arzt denken darüber nach: Ist jemand, der alles, auch seine Informationsquellen reduzieren muss, noch in der Lage, am demokratischen Diskurs einer Gesellschaft mitzuwirken? Immer wieder geht es um das Wechselverhältnis zwischen Geld, Arbeit und persönlicher Zufriedenheit. Vorschläge für eine Politik, die eine freiere Entfaltung ermöglichen könnte, kommen u. a. vom Unternehmer Götz Werner, der auf sein vieldiskutiertes Modell des bedingungslosen Grundeinkommens verweist. Gedanken von Philosophen und Literaten aus Vergangenheit und Gegenwart erweitern den Blick auf ein (leider) aktuelles Thema…………….
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Posted on 15th November, 2011 | No Comment
So ein Buch hat es noch nicht gegeben. Zwei Autoren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, erkunden liebevoll und kritisch, kenntnisreich und ohne Berührungsängste, was das eigentlich ist, die deutsche Seele. Sie spüren sie auf in so unterschiedlichen Begriffen wie »Abendbrot« und »Wanderlust«, »Männerchor« und »Fahrvergnügen«, »Abgrund« und »Zerrissenheit«. In sechzig Kapiteln entsteht auf diese Weise eine tiefgründige und facettenreiche Kulturgeschichte des Deutschen.
Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei »deutsch« oder »typisch deutsch«?

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Posted on 17th September, 2011 | No Comment
Über »gute Unterhaltung« nachzudenken, fällt in Deutschland nicht leicht. Immer noch ist die Vorstellung weit verbreitet, dass ein Medienangebot nicht gut sein kann, wenn es nur Unterhaltung bezweckt. Und wenn es als gut gilt, dann ist es natürlich mehr als bloße »Unterhaltung«. Einen positiven Unterhaltungsbegriff kennen lediglich Fernsehsender »gute Unterhaltung« findet dann statt, wenn die Marktanteile stimmen und mit der Unterhaltungsproduktion vertraute Experten, die gutes Handwerk beurteilen können. Aber sind damit schon die Grenzen des Nachdenkens erreicht?

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Posted on 6th September, 2011 | 1 Comment
Griechenland, Portugal, Spanien – eine (drohende) Staatspleite jagt die andere. Und auch Deutschland ist keineswegs davor gefeit. Müssten Staaten so bilanzieren wie Unternehmen, gäbe es bereits heute viele Insolvenzfälle. Bezieht man zum Beispiel für die USA oder für Deutschland nicht nur die offiziellen Rekordschulden, sondern auch noch diverse »Schattenhaushalte«, Sonderfonds und zukünftige Zahlungsverpflichtungen wie die Renten mit in die Kalkulation ein, muss man sogar sagen: Deutschland ist schon jetzt bankrott, und nach 1923 und 1948 zum dritten Mal innerhalb von 100 Jahren pleite………..

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