Verfasst am 27th September, 2018 | Tags : , , , | von Linus Herzog | Unter : Nerd

Vor zwei Jahren begann Oculus die zu Facebook gehört, einen Prototypen eines eigenständigen VR-Headsets mit dem Codenamen Santa Cruz zu testen. Im Gegensatz zur Oculus Rift sollte dieser Prototyp nicht mit einem PC verbunden werden, um zu funktionieren. Wie bei Oculus Rift, versprach man eine immersive Qualität, die den Leuten helfen sollte zu verstehen, warum sie in einer virtuellen Umgebung herumhängen und ein Gerät in ihrem Gesicht tragen sollten.

Jetzt kommt dieser Prototyp heraus. Auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz heute in San Jose hat Oculus den Quest, den offiziellen Namen für das Headset von Santa Cruz vorgestellt. Oculus plant, es nächsten Frühling für $ 399 zu versenden. Damit befindet sich Quest genau in der Mitte der beiden anderen Headsets von Oculus: dem mobilen Oculus Go und dem Oculus Rift, der aber einen leistungsstarken PC benötigt. Aber das Quest Headset ist nicht nur das Endergebnis einer Produktdifferenzierungsstrategie. Es ist ein Schaufenster für potenziell bahnbrechende Virtual-Reality-Technologie und Teil des hohen Ziels von Facebook-CEO Mark Zuckerberg, der eine Milliarde Menschen mit VR zu erreichen versucht, wie er während der Keynote der Veranstaltung ausdrückte.


Die Quest-Hardware sieht von außen unauffällig aus und verwendet dieselben Touch-Controller wie der Rift. Aber es gibt vier Weitwinkelsensoren am Headset, die Teil der Technologie sind, die das Quest auszeichnet. Es hat sechs Freiheitsgrade – “6DoF”, wie sie manchmal genannt werden – was es ermöglicht, dass der Kopf positionell verfolgt wird, anstatt nur rotatorisch zu sein. Mit anderen Worten, Sie können sich bewegen, nicht nur umschauen.

Leistungsstarke kabelgebundene Headsets wie das Oculus Rift und das HTC Vive bieten ebenfalls 6DoF, sind aber technisch mit einem Stand-Alone-Headset zu erreichen. Das Oculus Go bietet nur drei Freiheitsgrade. Das Lenovo Mirage Solo Stand-alone-Headset, das Anfang des Jahres auf den Markt kam, kann einige 6DoF-Kopfbewegungen liefern, allerdings nur in einem kleinen Bereich. Seine Handcontroller sind 3DoF.

In der Regel werden diese sechs Freiheitsgrade mithilfe von Sensoren im physischen Raum und den Sensoren am VR-Headset erreicht. Im Falle der Quest werden keine Raumsensoren benötigt. Stattdessen sagte Facebook VR Executive Hugo Barra, die Quest verwendet “Advanced Computer Vision-Algorithmen, um Ihre Position in Echtzeit zu verfolgen, ohne externe Sensoren.”

Das Unternehmen nennt diese Technologie Insight. Die vier Weitwinkelsensoren des Headsets suchen nach Kanten, Ecken und bestimmten Merkmalen in Ihrem Raum und erstellen dann eine dreidimensionale Karte der Umgebung. Barra sagte, dass das Headset “jede Millisekunde” eine Schätzung deiner Kopfposition berechnet und sogar eine genaue Verfolgung in Bereichen mit größerem als Raummaßstab ermöglicht. Als Beispiel hat das Unternehmen auf Oculus Connect eine 4.000 Quadratfuß große “Arena” eingerichtet, in der man mit Quest-Headsets als eine freilaufende Version des Wild-West-Shooters Dead and Buried spielen kann.

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